Thema der Dissertation:

Konsequenzen für die Unkrautregulierung in Fruchtfolgen durch Integration imidazolinon-toleranten Rapssorten

Kurzfassung:

Raps (Brassica napus L.) ist eine der weltweit wichtigsten Ölpflanzen und wird auf einer Fläche von 31.680.945 ha als Winter- und Sommerform angebaut. Die geernteten Rapssamen werden vornehmlich in der menschlichen Ernährung, als Futtermittel für Nutztiere oder als Grundlage für die Produktion von Farben, Lacken und Biodiesel verwendet. Raps ist eine sehr konkurrenzstarke Kultur, aber trotzdem werden auf einem Großteil der Rapsanbaufläche Herbizide zur Unkrautbekämpfung angewendet. Im Wesentlichen werden prophylaktische Maßnahmen im Vorlauf oder sehr frühen Nachauflauf durchgeführt, ohne die genaue Verunkrautungssituation zu kennen. Um eine gezieltere Unkrautkontrolle zu ermöglichen, wurde eine Kombination aus IT Rapssorten und dem korrespondierenden Imidazolinonherbizid Imazamox (Zielort ist ALS) in Mischung mit Metazachlor und Quinmerac von BASF SE und Pflanzenzüchtungsfirmen entwickelt. Dieses System soll unter dem Namen Clearfield® europaweit angewendet werden. Durch die Integration von IT Rapssorten in Fruchtfolgen werden Herbizidtoleranzgene in Agrarökosystemen auftreten. Die Herbizidtoleranz wurde zwar durch Methoden der konventionellen Pflanzenzüchtung erreicht, nichtsdestotrotz ruft die räumliche und zeitliche Verbreitung dieser Gene Bedenken hervor und könnte wesentliche Veränderungen in der Ausfallrapskontrolle bedingen.

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, wichtige agronomische Aspekte zu beleuchten,die mit einer kommerziellen Einführung und dem großflächigen Anbau von IT OSR einhergehen.

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Betreut durch:

Prof. Dr. Jan Petersen, TH-Bingen

Prof. Dr. Roalnd Gerhards /Universität Hohenheim

Abschluss:

Herbst 2012