Einsatz elektrischer Kleinroller zur Analyse der Straßenbeschaffenheit

Eine der Möglichkeiten, Emissionen großer Fahrzeuge zu verringern ist der Einsatz von E-Scootern– gerade im hochgradig belasteten innerstädtischen Bereich. Vorteil: er schließt nahezu perfekt die Lücke zwischen Laufen/Gehen und Radfahren – mühsam wird es jedoch bei Strecken oberhalb von etwa 2 km. E-Scooter sind in der Lage, den Nutzer bis zu 20 km weit zu tragen. Gerade im dichtbesiedelten Rhein-Main-Gebiet mit oft langen Wegen zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz bzw. zu Hause, die sich nicht oder nur mit längeren Wartezeiten durch Busse und Straßenbahn erschließen lassen, bieten sie Nutzern die problemlose Nutzung der S-Bahn auch in der Rush-Hour (wo reguläre Fahrräder oft verboten sind) wie auch als kleinere Alternative zum Leihfahrrad am Start- bzw. Zielort.

Im Projekt werden wir die Möglichkeit untersuchen, wie sich mittels solcher Roller die Beschaffenheit von Straßenbelag messtechnisch erfassen lässt, indem Testpersonen mit E-Scootern mehrfach relevante Straßen abfahren. Dabei sollen mittels am Scooter befestigter Sensorik in Kombination mit GPS-Daten vollautomatisch Daten erhoben werden. Zu den zu erfassenden Daten gehören vor allem: Reibwerte/Rauigkeiten und Diskontinuitäten (Schlaglöcher, Bordsteinkanten) des Straßenbelags. Die bei den Messungen erfassten Daten werden gemittelt, in einem Datensatz abgelegt und mittels Smartphone zu einem Datenbank-Server via Mobildatenfunk übertragen.

Gefördert durch die Mainzer Klimastiftung, Laufzeit 2020-2021.