Ermittlung des Potentials für Solarenergie im Bereich der Nahrungsmittelverarbeitung in Benin und Planung eines Pilotprojekts für die Implementierung solarer Energie

Die Energieversorgung von Benin beruht zu ca. 49% auf Biomasse (v.a. Verbrennung von Holz), zu ca. 49% auf Erdöl sowie ca. 2% Elektrizität, die überwiegend aus Ghana und Nigeria importiert wird. Problematisch an dieser Versorgungsstruktur sind hohe Umweltschäden (z.B. geht Biomassenutzung auf Kosten der Savannen- und Waldflächen) und die hohe Importabhängigkeit. Erneuerbare Energien werden – im afrikanischen Vergleich – in Benin noch sehr wenig genutzt, wobei geographisch für Solarenergie relativ gute Bedingungen herrschen (ca. 2000 – 2500 Sonnenstunden pro Jahr).

Das Projekt soll einen Beitrag leisten, das Potential solarer Energie für den Bereich der Lebensmittelverarbeitung in Benin zu ermitteln und spezifische Hemmnisse zu identifizieren. Für folgende Prozesse werden Potentiale solarer Formen der Energieversorgung untersucht: Kühlung (z.B. Obst und Gemüse), Trocknung, Pasteurisation (z.B. Säfte), Mahlung (z.B. Getreide), Extraktion (z.B. Öle). Dabei werden folgende Technologien berücksichtigt: Photovoltaik, elektrochemische Speicherung, Solarthermie, solare Kühlung, thermische Speicherung. Die Projektergebnisse sollen dazu genutzt werden, ein exemplarisches Pilotprojekt für die Implementierung solarer Energie im Lebensmittelbereich zu planen.

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (2021)