Klima­schutz und Klima­an­passung mit inten­siver Dachbe­grünung

Städtisches Grün ist mehr als nur Zierde – es spielt eine entscheidende Rolle für eine lebenswerte und klimafreundliche Stadt. „Theoretisch kann man durch eine Begrünung der Luft Kohlendioxid entziehen, denn Pflanzen betreiben Photosynthese. Gleichzeitig kann man das Mikroklima ein bisschen angenehmer machen – das heißt, abkühlen und befeuchten, da Pflanzen transpirieren“, beschreibt Professor Oleg Panferov den Grundgedanken. Die Forscherinnen und Forscher der TH Bingen wollen aber nicht nur diese kühlende und Kohlendioxid-absorbierende Wirkung untersuchen, sondern sämtliche Aspekte einer grünen Stadt der Zukunft. „Wie können Grünflächen die Folgen von Starkregen mildern?“ und „Erhöht sich die Artenvielfalt in der Stadt dank der Grünflächen?“, sind weitere zentrale Fragestellungen. Wichtig ist auch, die Effizienz von Gründächern zu erhöhen. „Bis jetzt ist es nicht bewiesen, dass die Pflanzen diese Effekte tatsächlich überall liefern. Es gibt Beweise pro und contra. Das bedeutet, dass man das immer vor Ort feststellen muss.“ Grundsätzlich gelte zwar: Je mehr Begrünung desto besser, jedoch kann sie auch negative Wirkungen haben, wenn der Wind beispielsweise gebremst wird. Weniger Wind bedeutet weniger Abkühlung und weniger Abtransport von Schadstoffen. Daher sind genaue Planungen und Untersuchungen nötig, um das Optimum für das jeweilige lokale Mikroklima zu bestimmen.

Ein weiteres ausführliches Interview zu diesem Projekt können Sie auf der Webseite des Bundesumweltamtes lesen.

Dachbegruenung

Begrünte Dachfläche

Projektverantwortliche

  • Prof. Dr. Oleg Panferov, Fachbereich Klimawandel,Klimaschutz
  • Prof. Dr. Elke Hietel, Fachbereich Landschaftspflege, Landschafts- und Stadtplanung
  • Prof. Dr.-Ing. Ute Rößner, Fachbereich Wasser und Flächenrecycling, Geothermie
  • Prof. Dr. Martin Pudlik, Fachbereich Regenerative Energiewirtschaft