Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit lebensraumverbessernder Maßnahmen für das Niederwild (Leitwildart Rebhuhn)

Kurzbezeichnung des Projektes

Vor dem Hintergrund des Verlustes an Artenvielfalt im Offenland hatte der LJV im Jahr 2017 das Wildschutzprogramm Feld & Wiese gestartet. Die wissenschaftliche Begleitung des WFW im Rahmen von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten übernahm die Technische Hochschule (TH) Bingen. Ziel des auf eine Laufzeit von fünf Jahren (2017-2021) aufgelegten Wildschutzprogramms Feld & Wiese (WFW) ist es, die biologische Vielfalt im Offenland zu schützenn bzw. sie aktiv zu fördern. Es soll gelingen, wieder einen günstigen Erhaltungszustand (LJG RLP § 31 Abs. 8) für Rebhuhn, Hase, Fasan und Co. in der Feldflur herzustellen. Neben den, dem Jagdrecht unterliegenden Arten, kommen diese Maßnahmen zudem weiteren Leitarten des Offenlandes, wie z.B. der Feldlerche, dem Kiebitz und dem Feldhamster zu Gute. Damit es gelingt, all diesen Arten wieder zu einer positiven Populationsentwicklung zu verhelfen, gilt es die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Landwirtschaft und den Behörden zu fördern. Das WFW umfasst Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung und zum Prädatorenmanagement, die durch verschiedene Teilprojekte umgesetzt werden.

Das Wildschutzprogramm Feld & Wiese trägt in vielerlei Hinsicht zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt bei. Um die Populationen von Rebhuhn, Feldhase und Co. zu fördern, ist es notwendig Lebensräume, d.h. Brut-, Nahrungs- und Rückzugshabitate, für diese Arten zu schaffen. Diese Lebensräume in Form von z.B. Blühflächen und beetle banks bieten auch vielen anderen Artengruppen, wie Insekten und Spinnentieren, ein wertvolles Habitat – mit Hilfe des WFWs wird demnach die biologische Vielfalt innerhalb verschiedener Ebenen des Ökosystems gefördert (höhere Anzahl an Blühflächen = höhere Arten- und Biomassezahl an Gliederfüßern (Insekten, Krebstiere, Spinnentiere, Tausendfüßer) = größere Nahrungsgrundlage für Bodenbrüter).

Das Projekt wurde 2020 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet (https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/aktuelle-projekte-beitraege/detail/projekt-details/show/Wettbewerb/2805/)

Laufzeit:   

2017 – 2021

Projektpartner

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V., TH Bingen, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Projektverantwortliche

Dr. Sarah Wirtz (Projektleitung WFW) Fasanerie 1, 55457 Gensingen

Prof. Dr. Michael Rademacher (wissenschaftliche Begleitung, TH Bingen) Berlinstraße 109, 55411 Bingen am Rhein

Team

Sebastian Laubengaier, Alina Gilles, Michael Wagner, Maren Muß, Michael Seele (Bachelor- und Masterarbeiten)

Projektmittel

Das Programm ist Teil der „Aktion Grün“, eines Aktionsbündnisses im Rahmen der rheinland-pfälzischen Biodiversitätsstrategie. Die Laufzeit des Wildschutzprogramms Feld & Wiese beträgt fünf Jahre (2017-2021). Das WFW wird zu 80% aus Mitteln der rheinland-pfälzischen Jagdabgabe und zu 20% aus Verbandsmitteln finanziert. Die Projektkulisse beschränkt sich auf Rheinland-Pfalz.

Link zur Projektwebsite https://ljv-rlp.de/projekte/ziele-des-wfw/