Anforderungen an die Nachhaltigkeitberichterstattung im Weinbau

Band 2

Inhalt:
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung kann als ein zentrales Element einer konsequenten Unternehmensstrategie zur Umsetzung der gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility) angesehen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Betrieben durch die Entwicklung weinbauspezifischer Nachhaltigkeitsaspekte und Indikatoren eine selbstständige Berichterstattung nach den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) zu ermöglichen.

Der Prozess zur Identifikation wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte und -indikatoren erfolgt mittels Erhebungs- und Auswertungsmethoden der qualitativen Sozialforschung in Form von Workshops, betrieblichen Vorortanalysen und Experteninterviews. Anschließend erfolgt die zentrale Priorisierung der identifizieren Handlungsfelder und Nachhaltigkeitsthemen durch die Stakeholder mittels einer Wesentlichkeitsanalyse.

Eine weitere Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Biodiversitätserfassung und -bewertung für Rebland. Die Indikatorarten werden den Winzern als ein Instrument zur eigenständigen Erfassung der Biodiversität in den Weinbergen dienen und im Rahmen einer Nachhaltigkeitsberichterstattung herangezogen werden können.

Autorin: Dr. Desiree Palmes

2020, Hermann Hoepke Institut

Phosphor-Recycling mit Karbonisaten aus Klärschlamm

Band 1

Inhalt:
Phosphor ist ein essentieller Bestandteil aller lebenden Zellen. Er kommt zum Beispiel in der Erbsubstanz vor und als Baustein von energiereichen Coenzymen und in Biomembranen. Er ist deshalb ein wichtiger Bestandteil einer vollwertigen Ernährung von Menschen, Tieren und Pflanzen. Bei ungenügender Rückführung des mit der Ernte der Pflanzen entzogenen Phosphors auf die Felder leidet die Bodenfruchtbarkeit. Die Vorräte an mineralischem Phosphor, der zu Dünger verarbeitet werden kann, sind begrenzt. Deshalb ist es wichtig, den Phosphor aus dem Abwasser und dem Klärschlamm zurückzugewinnen, um ihn als Dünger wiederzuverwenden. Die direkte landbauliche Verwertung von Klärschlamm birgt allerdings Risiken. Durch die thermische Behandlung, z.B. Karbonisieren bei etwa 550°C, lassen sich diese minimieren und mit ökonomisch vertretbaren Aufwand ein Phosphor-Dünger herstellen. Es war das Ziel des hier beschriebenen Projekts, die thermische Behandlung des Klärschlamms mit dem PYREG-Reaktor für diesen Zweck zu optimieren.

Autoren: Prof. Dr. Thomas Appel, M.Sc. Kevin Friedrich

2017, Hermann Hoepke Institut